Schulschließungen nach Corona - "Undifferenzierter Aktionismus ist nicht zielführend"

Zu den vom Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer (CDU), angeordneten Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen im gesamten Kreis beziehen die Freien Demokraten Stellung. Sie werfen dem Landrat nach dem Bekanntwerden von bislang über 650 bestätigten Corona-Fällen bei Beschäftigten des Tönnies-Konzerns in Rheda-Wiedenbrück undifferenzierten Aktionismus vor.

 

Demnach sei die Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen in Rheda-Wiedenbrück und der näheren Umgebung zur Eindämmung von Infektionsketten begrüßenswert und nachvollziehbar. Für die Freien Demokraten ist es jedoch inakzeptabel, dass offenbar völlig undifferenziert alle Einrichtungen im Kreis geschlossen werden. Hierzu erklärt FDP-Kreisvorsitzender Patrick Büker:

Wirft Landrat Sven-Georg Adenauer Aktionismus vor: FDP-Kreisvorsitzender Patrick Büker
Wirft Landrat Sven-Georg Adenauer Aktionismus vor: FDP-Kreisvorsitzender Patrick Büker

„Der Großteil der Eltern ist froh, dass der Schul- und Kitabetrieb wieder anläuft. Die pauschale Schließung aller Einrichtungen stellt Familien vor große Herausforderungen zur Betreuung ihrer Kinder und belastet die Urlaubskonten. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass auch Einrichtungen in Werther, Borgholzhausen oder Schloß Holte-Stukenbrock schließen müssen. Wir fordern Landrat Adenauer auf, diesen undifferenzierten Aktionismus umgehend zu beenden und eine genaue Situationsanalyse für alle Kommunen im Kreis vorzulegen. Die Schulen und Kindertageseinrichtungen müssen spätestens am Montag wieder regulär öffnen, wenn die lokale Lage es zulässt.“

 

Weiterhin stellen die Freien Demokraten klar, dass die Entscheidung über die Schließung nicht über das Schul- bzw. Familienministerium (beide FDP) getroffen wurden, sondern im alleinigen Ermessen von Landrat Adenauer (CDU) liegt.

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