Neujahrsempfang ganz im Zeichen Europas

Thorsten Baumgart (stellv. Kreisvorsitzender), Christian Sauter (MdB), Patrick Büker (Kreisvorsitzender, Silke Wehmeier (stellv. Kreisvorsitzende), Harald Grefe (IHK), Moritz Körner (MdL), Dr. Ulrich Klotz (Europakandidat)
Thorsten Baumgart (stellv. Kreisvorsitzender), Christian Sauter (MdB), Patrick Büker (Kreisvorsitzender, Silke Wehmeier (stellv. Kreisvorsitzende), Harald Grefe (IHK), Moritz Körner (MdL), Dr. Ulrich Klotz (Europakandidat)

Optimistisch und zu 100 % pro-europäisch: So haben sich die Freien Demokraten des Kreises Gütersloh anlässlich ihres heutigen Neujahrsempfangs im Restaurant Amadé in Gütersloh präsentiert.

 

Gleich in seiner Begrüßung vor rund 80 Gästen machte der Kreisvorsitzende Patrick Büker deutlich, worum es politisch im Jahr 2019 gehen wird. So sieht er die Europawahl im Mai als Schicksalswahl für Europa. „Wir wollen Europa besser machen und die Populisten von links und rechts möglichst raus halten aus dem EU-Parlament. Es ist mir schleierhaft, wieso Parteien, die erklären, Europa abwickeln zu wollen, an der Wahl überhaupt teilnehmen. Wir als FDP wollen mit unseren europäischen Partnern die EU reformieren. Die Institutionen müssen schlanker werden – es kann nicht sein, dass immer noch alle wichtigen Entscheidungen in der EU-Kommission einstimmig zu treffen sind. Das schränkt unsere Handlungsfähigkeit ein.“

 

Einer der Gastredner des Empfangs war Harald Grefe in seiner Funktion als stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK OWL. Grefe hat die Wichtigkeit Europas aus Sicht der regionalen Wirtschaft beleuchtet: „Europa ist ein Erfolgsmodell. Die EU ist nicht nur ein Garant für Frieden, sondern der EU-Binnenmarkt gleichzeitig auch Grundlage für unseren Wohlstand. Gerade die exportorientierte Deutsche Wirtschaft hat wie keine andere von der Errichtung dieses größten Wirtschaftsraums der Welt profitiert. Rund 80 % unseres Umsatzes machen wir innerhalb der EU-Staaten. Die Vereinheitlichung von Standards, Regulierungen sowie die Sicherheit einer gemeinsamen Währung haben unseren Erfolg erst ermöglicht. Der aktuelle Trend der Deglobalisierung in einer Welt, in der die großen Probleme nur global gelöst werden können, ist eine Gefahr insbesondere für Deutschland. Wir haben viel zu verlieren. Wir müssen deswegen an der Union arbeiten und weiter Überregulierungen und Bürokratie abbauen. Angesichts globaler Handelskriege, sowie der Gefährdung der EU von Innen heraus, etwa durch den Brexit und Abschottungstendenzen, gilt: Ein geeintes Europa ist die beste Lösung.“

 

All das lässt sich auf die Region OWL und den Kreis Gütersloh herunterbrechen. So gibt es zahlreiche Firmen, die z.B. in Großbritannien eigene Niederlassungen betreiben oder mit dem Vereinigten Königreich Umsatz in großer Höhe erwirtschaften. Viele Unternehmen seien verunsichert angesichts des schieren Brexit-Chaos, das der derzeit auf der Insel herrscht, so Grefe weiter.

 

Politischer Ehrengast der Versammlung war mit Moritz Körner (MdL) ein zukünftiger Europaparlamentarier. Körner ist der NRW-Spitzenkandidat der FDP zur Europawahl im Mai und als solcher auf der Liste der Bundes-FDP auf Platz vier zu finden. Für Körner ist die Europäische Union die Zukunft und eine Herzensangelegenheit. Europa müsse da zuständig sein, wo sich daraus ein konkreter Mehrwert ergebe. „Als Beispiele dafür können ein CO2-Zertifikatehandel sowie gemeinsame Forschung genannt werden. Die Herausforderungen sind groß. Viele Aufgaben lassen sich auf Nationalstaatsebene nicht lösen. Gerade in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Steuerung der Migration müssen wir besser werden in Europa.“ So fordert Moritz Körner ein gemeinsames Vorgehen in der Migrationspolitik und auch die Schaffung einer europäischen Armee zur Nutzung von Synergien.

 

Der regionale Europakandidat der Freien Demokraten, Dr. Ulrich Klotz aus Verl, pflichtete dem bei und hat noch ein Versprechen an die Wählerinnen und Wähler: „Europa endet für die FDP nicht mit der Wahl am 26. Mai. Wir wollen Europa weiterentwickeln. Mir schwebt ein Europa der Regionen vor, in der Unterschiede nicht nivelliert werden, sondern die Vielfältigkeit als Stärke gesehen wird. Nicht Staaten wollen wir vereinigen, sondern Menschen.“

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