FDP zur Konversion des Gütersloh Flughafengeländes

Der Kreisverband und die Kreistagsgruppe der Freien Demokraten haben ein gemeinsames Positionspapier zur Konversion des ehemaligen Gütersloher Flughafengeländes verabschiedet.

 

„Dieser Konversionsprozess ist für die beteiligten Kommunen, den gesamten Kreis Gütersloh und auch darüber hinaus von zentraler Bedeutung. Es geht darum, wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Der Prozess steht noch am Anfang und muss zu einem Erfolg geführt werden. Für uns als FDP ist es wichtig, zu einem so zentralen Themenkomplex konkret Stellung zu beziehen.

 

Die Akteure und die Öffentlichkeit sollen wissen, wie wir zur weiteren Nutzung des Geländes stehen“, erklärt Patrick Büker, Vorsitzender der FDP im Kreis.

 

Thorsten Baumgart, stellvertretender Kreisvorsitzender, erläutert einige der wesentlichen Inhalte des Papiers: „Wir unterstützen die Plaungen der Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH. Der Kreis Gütersloh ist eine wirtschaftlich starke Region mit starkem Mittelstand und internationalen Industrieunternehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass Gewerbeflächen im Kreisgebiet kaum mehr zur Verfügung stehen, geben wir der gewerbelichen Entwicklung der Flugplatzflächen den Vorzug. Ausgenommen sind natürlich die Flächen des Nationalen Naturerbes. Eine Mischentwicklung Wohnen und Bauen halten wir an dem Standort nicht für angebracht. Die nötige Infrastruktur für eine Wohnentwicklung sehen wir vor Ort nicht. Für die unbestritten ebenfalls vorhandene Knappheit an Wohnbauflächen müssen über Nachverdichtungen in bestehenden Siedlungsgebieten sowie über die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete Lösungen geschaffen werden.

 

Wir bekennen uns auch klar zur Präsenz der Verkehrswacht und des im Aufbau befindlichen Museums auf dem Flughafengelände: Beides sollte aus unserer Sicht neben der gewerblichen Entwicklung dort erhalten bleiben. Die Verkehrswacht leistet einen wichtigen Dienst für die Verkehrssicherheit im Kreis Gütersloh. Eine neue Übungsfläche im Kreis zu finden halten wir für kaum möglich. Ebenso wollen wir die ehrenamtliche Initiative zur Errichtung eines Museums auf dem Flughafengelände unterstützen. Am historischen Standort macht ein solches Museum Sinn.“

 

Zentraler Knackpunkt für die Freien Demokraten bei den weiteren Planungen ist die verkehrliche Erschließung. Hier werden tragfähige und kluge Konzepte gebraucht. „Damit steht und fällt letztlich auch die Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung“, so Baumgart. Es müssen Konzepte zur Anbindung des Gebiets an die überregionalen Verkehrswege erarbeitet werden.

 

Michael zur Heiden als Sprecher der FDP im Gütersloher Kreistag hat sich mit einem ausführlichen Fragenkatalog an die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) als derzeitige Eigentümerin des Geländes gewendet. Über die Antworten zeigt er sich enttäuscht: „Im Grunde werden unsere Fragen kaum beantwortet. Wir gewinnen den Eindruck, dass die Verkaufsverhandlungen eher zäh verlaufen und kurzfristig nicht mit einem Durchbruch zu rechnen ist. Als Kreistagsgruppe werden wir an dem Thema dran bleiben und die Flugplatz-GmbH im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Die Entwicklung von Gewerbeflächen für den Kreis Gütersloh ist zu wichtig, um es in langwierigen Verhandlungen zu verschleppen.“

 

Man werde aber darauf achten, so zur Heiden, dass der Kaufpreis in einem angemessenen Rahmen bleibe. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, die BIMA wolle sich am Verkauf der Flächen bereichern

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