Zu Gast bei der Schlaganfall-Hilfe

Dr. Brinkmeier (links) mit der FDP-Gruppe
Dr. Brinkmeier (links) mit der FDP-Gruppe

Vertreter des Gütersloher Kreisverbandes der FDP haben heute die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh besucht. Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Michael Brinkmeier, begrüßte die Gäste in den noch neuen Räumlichkeiten in der Schulstraße 22 und informierte über die Arbeit und Ziele der Stiftung.

 

„Jährlich passieren rund 270.000 Schlaganfälle in Deutschland. Davon sind rund 70.000 Folgeschlaganfälle, d.h. Fälle, in denen der Patient zuvor bereits einen Schlaganfall erlitten hat. 70 % aller Schlaganfälle sind vermeidbar. Treffen kann es jeden aus jeder Altersgruppe. Wir haben uns Aufklärung, Prävention und die Betreuung von Betroffenen zur Aufgabe gemacht,“ unterstreicht Dr. Brinkmeier die Bedeutung der Stiftungsarbeit. So ist es wesentlich der von Liz Mohn 1993 gegründeten Deutschen Schlaganfall-Hilfe zu verdanken, dass es bundesweit zwischenzeitlich rund 300 sog. Stroke Units gibt. Dabei handelt es sich um auf Schlaganfallbehandlungen spezialisierte Krankenhausstationen. Für den Kreis Gütersloh befindet sie sich im Elisabeth Hospital. Eine flächendeckende Versorgung mit Einrichtungen dieser Art ist von großer Bedeutung: Im Falle eines Schlaganfalls zählt jede Minute. Eine sofortige Behandlung ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden. Dr. Brinkmeier: „Im Zweifel sofort die 112 wählen. Symptome, wie plötzliche Lähmungserscheinungen im Mundbereich, in den Armen oder ein eingeschränktes Sprachvermögen sind klare Indizien. Dann ist keine Zeit zu verlieren. Lieber einmal mehr den Notarzt verständigen als einmal zu wenig.“

 

Jeder kann etwas gegen das Schlaganfall-Risiko tun: Gesunde Ernährung, viel Bewegung, regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und Stress vermeiden.

 

Dass die Stiftung immer mehr auch zur Patientenorganisation wird, zeigt das nächste große Projekt. So wird derzeit testweise in OWL ein System aus Lotsinnen und Lotsen für Schlaganfallpatienten aufgebaut. Diese speziell ausgebildeten Menschen lotsen die Betroffenen durch das Gesundheitssystem, koordinieren Therapien, stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das Programm wird durch den Innovationsfonds des Bundes gefördert, startet im Oktober und ist zunächst für drei Jahre ausgelegt. „Ziel ist es, Folgeschlaganfälle zu vermeiden. Wir wollen das Programm zum Erfolg führen und dauerhaft bundesweit installieren,“ sagt Michael Brinkmeier.

 

Für die Gruppe der FDP war der Besuch hoch spannend und wertvoll. „Diese Stiftung ist etwas Besonderes. Es wird ein Thema in die öffentliche Wahrnehmung gerückt, das jeden jederzeit betreffen kann. Aufklärung, Prävention und Hilfe sind hier entscheidend. Dass diese wichtige Stiftung ihren Ursprung in Gütersloh hat und ihre Arbeit deutschlandweit ausstrahlt, ist großartig,“ sagt Thorsten Baumgart als Pressesprecher des FDP-Kreisverbandes.

Mehr Informationen unter:

 

www.schlaganfall-hilfe.de

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