Liberale schockiert über Ausmaß an Gewalt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in Rheda-Wiedenbrück die Besatzung eines Rettungswagens auf dem Weg zu einem Einsatz von zwei bisher unbekannten Tätern zum Halt gezwungen und dann tätlich angegriffen. „Das ist ein bisher ungekanntes Maß an Gewalttätigkeit und Skrupellosigkeit , das uns zutiefst schockiert und empört! Das haben wir in dieser Form bisher im Kreis Gütersloh nicht erlebt. Menschen, die andere schützen und Leben retten, haben besonderen Schutz verdient. Wir sind froh, dass der Sanitäter offenbar nicht schwer verletzt wurde.“ erklärt dazu Hermann Ludewig in seiner Funktion als Vorsitzender der Liberalen im Kreis Gütersloh.

 

Die Tatsache, dass Rettungskräfte in Ausübung ihrer Arbeit zu Opfern von Gewalttaten werden ist nicht hinnehmbar. Die Täter gehören mit aller zur Verfügung stehenden Kraft verfolgt und mit aller Härte des Strafgesetzbuches bestraft. Neben dem Angriff auf die Rettungssanitäter selbst wurde von diesen Menschen möglicherweise das Leben der Person gefährdet, der der Einsatz eigentlich gegolten hat. Zur Hilfeleistung für diese Person wurde wertvolle Zeit vergeudet. Was geht in solchen Tätern vor?

 

„Von Zeit zu Zeit wird aus der gesamten Republik berichtet, dass Rettungskräfte, Feuerwehrleute und auch Polizisten im Dienst zum Schutz der Allgemeinheit zu Opfern von Übergriffen werden. Das ist abscheulich. Es sollte darüber nachgedacht werden, speziell solche Straftaten mit einem höheren Strafmaß zu belegen.“ ergänzt Thorsten Baumgart, stellvertretender Vorsitzender der FDP im Kreis Gütersloh. Die Freien Demokraten haben sich dazu entschlossen, NRW-Innenminister Jäger als obersten Dienstherren der Polizei im Land in Form eines offenen Briefes zu kontaktieren. „Wir sind der Meinung, dass vor allem Rettungs- und Sicherheitskräfte unter besonderen Schutz zu stellen sind. Zudem stellt sich uns die Frage, ob die vorhandenen Sicherheitsressourcen ausreichend sind bzw. zielgerichtet eingesetzt werden. Gefühlt ist es unsicherer geworden. Wir haben auch in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Prestigeaktionen wie ein landesweiter Blitzmarathon nicht die richtigen Prioritäten darstellen.“ Das sagt Patrick Büker als Vorsitzender der FDP in Rheda-Wiedenbrück.

 

Was bleibt ist die Hoffnung, dass die gesuchten Täter schnell gefasst und bestraft werden. Die FDP ist sicher, dass die zuständigen Polizeibehörden alles daran setzen werden, und wünscht einen schnellen Fahndungserfolg.

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